In Verein, Weiterbildung

In Kürze:  Der Marketingclub Lago war zu Besuch bei Dr. John Moetteli und den DaVinci Partners, LLC in Arbon. An diesem Abend drehte sich alles um das Thema Markenrecht und Markenschutz sowie die ganz besondere Location.

Markenrecht in historischen Gemäuern

Das Thema Markenrecht ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Das Thema betrifft viele Marketeers. Jedoch, die Materie ist breit und so richtig auskennt man sich nicht wirklich. Grund genug, dass der #MC Lago den DaVinci Partners, LLC in Arbon einen Besuch abstattet, um mehr über das Thema Markenrecht und seine Feinheiten zu erfahren. Referent war der erfahrene Dr. John Moetteli, ein Spezialist im Bereich amerikanisches und Schweizer Markenrecht.

Die Location: Das alte Rathaus der Stadt Arbon

Das alte Rathaus der Stadt Arbon beheimatet die DaVinci Partners LLC. Hier trifft sich zweifach Historie: Leonardo da Vinci, Universalgelehrter, Kreativer, Ingenieur, Philosoph, Mechaniker und Architekt, ist Namensgeber für die Marken- und Patentrechtskanzlei.

Das historische Rathaus von Arbon, welches die Kanzlei nun beheimatet, hat mindestens genauso viel Historie, Erfindungsreichtum und Kreativität: Hier finden sich neben den historischen Räumlichkeiten, wie dem ehemaligen Gerichtssaal, der nun Vorträgen dient, auch einiges an Rittertum wieder. Zuletzt lebt der ganze Ort auch und insbesondere von der Leidenschaft Moettelis für besondere Dinge, wie dem historischen Schwert, zu dessen Ursprung man nur allerlei Vermutungen anstellen kann.

Und von der eigenen Geschichte Moettelis, der in seinen früheren Zeiten für die NASA tätig war und dessen Leistungen anhand vieler Bilder und Dokumente in den Räumlichkeiten anschaulich dargestellt wird.

Marketing Club Lago ist zu Gast bei Da Vinci Partners Patentanwaltskanzlei in Arbon.

Marketing Club Lago ist zu Gast bei Da Vinci Partners Patentanwaltskanzlei in Arbon.

Übersicht über das Thema Markenrecht

  • Warum sollte man eine Marke schützen?
  • Was ist ein eingetragenes Markenzeichen, was eine eingetragene Marke?
  • Was hat es mit dem Patent auf sich?
  • Was muss und kann ich überhaupt alles schützen?

Wenn man über Markenschutz spricht, sollte man sich zunächst anschauen, was man alles schützen kann: Das eingetragene Warenzeichen oder auch die Dienstleistungsmarke schützt ein Wort, ein Text, ein Symbol, Design oder auch eine Kombination davon in Bezug auf eine bestimmte Ware oder eine Dienstleistung. Des weiteren gibt es noch den Patentschutz sowie das Urheberrecht. Das Urheberrecht schützt das Original eines künstlerischen oder literarischen Werks, wie zum Beispiel ein Lied oder ein Buch. Das Patent schützt eine Erfindung für eine bestimmte Dauer.

Vorteile der Registrierung einer Marke:

  • Exklusives Nutzungsrecht der Marke in Zusammenhang mit der registrierten Marke / Dienstleistung
  • Berechtigung zur gerichtlichen Geltendmachung der eigenen Markenrechte
  • Öffentliche Bekanntmachung des Eigentumsanspruchs an der Marke
  • und weitere

Hinweise zur Registrierung einer Marke

Einige Hinweise seien zum Thema Markenschutz noch gegeben:

Eine gute Markenrecherche ist elementar. Wenn die gewünschte Marke bereits verwendet wird beziehungsweise anderweitig registriert ist oder bereits ähnlich existiert, sollte diese nicht nochmal verwendet werden. Ansonsten werden ggf. Rechte Dritter verletzt.

Art der zu registrierenden Marke Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass die Marke im optimalsten Falle eine sogenannte Wortmarke ist, also eine Marke rein aus Wörtern, Buchstaben oder Zahlen. Dies schützt den Wortlaut selbst, ohne die Marke auf eine Schrift, Logo oder ähnliches einzuschränken. Ist dies nicht möglich, können Sie eine Wort-Bild-Marke registrieren, also eine Kombination aus Logo und anderen Besonderheiten.
Tipp: Nutzen Sie bei der Registrierung eine Schwarz-Weiß-Darstellung, da dann alle Farben mitgeschützt sind!

Vermeidung der Löschung einer Marke Nun haben Sie Ihre Marke geschützt. Achten Sie darauf, dass die Registrierung nicht gelöscht wird! Dies kann geschehen, wenn Sie die Marke nicht oder nicht ordnungsgemäß nutzen. Für jeden Marketeer ist sicherlich folgendes Szenario der Ritterschlag: Eine bestimmte Markenbezeichnung wird stellvertretend für ein Produkt / eine Produktkategorie genutzt: Tempo statt Taschentuch oder auch Tesa statt Klebefilm. Dies ist hinsichtlich des Bekanntheitsgrads hervorragend, hinsichtlich des Markenschutzes wiederum schwierig. Achten Sie also darauf, das andere Ihre Markenbezeichnung nicht ähnlich generisch nutzen und darauf, dass Sie Ihre eigene Marke immer bezeichnend nutzen (Beispiel „Dies ist eine MC-Lago-Veranstaltung.“).

Das Fazit des Abends

Der Abend zusammengefasst:

  • Markenrecht ist sehr vielschichtig. Eine geeignete Beratung ist hier sicherlich, insbesondere bei internationalen Anmeldungen oder komplizierter Sachlage, hilfreich.
  • Mittels direktem Markenschutz können spätere Arbeit, Kosten und Zeitaufwand vermieden werden.
  • Das historische Rathaus und die Räumlichkeiten der DaVinci Partners bietet einiges Spannendes, Unerwartetes und Historisches zu entdecken.

Download der Slides von der Präsentation als PDF Datei (27.9 MB)

Hier finden Sie auch ein Interview mit John Moetteli sowie weitere Infos zum Thema Markenschutz.

Diskutieren Sie mit

Was uns natürlich brennend interessieren würde, wäre Ihre Meinung:

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Showing 4 comments
  • Irene Kirchhoff
    Antworten

    Liebe Sabine,
    eine schwierige Frage, die Du da stellst. Ich glaube, es hat sich noch gar nicht richtig herum gesprochen, wie wichtig der Markenschutz ist. Sprichst Du mit Deiner Frage eher die großen Unternehmen oder die kleinen an? Bei den kleinen ist das Bewusstsein für den Markenschutz m.E. nicht sehr ausgeprägt.

    Tikiwe ist – noch – ein kleines Unternehmen. Es soll wachsen. Mit dem Wachstum kommen die Putzerfische und die Haie. Die Marke dann erst schützen zu wollen ist zu spät. Tikiwe ist eingetragen, hat also erst einmal einen gewissen Schutz.

    Fehler? Hmmm. So richtig große noch nicht. GsD!

    Aber dafür habe ich ja noch geschmeidige 25 Jahre Zeit.

    Ein Fehler ist auf jeden Fall, nach der Markenanmeldung zu glauben, es sei alles gut. Ist es nicht. Ab da heißt es, die Marke zu verteidigen.

    Mein Fazit: den Unternehmen muss ersteinmal der Nutzen des Markenschutzes bewusst gemacht werden.

  • Sabine Dieterle
    Antworten

    Hallo Irene,
    meines Erachtens nach sollte Markenschutz sowohl für kleine, als auch für größere Unternehmen ein Thema sein.

    Dass das Thema Marke und Markenschutz noch nicht so recht bei den kleinen Unternehmen verankert oder ausgeprägt ist, da gebe ich dir recht. Ich denke, da liegt es auch an den Marketeers und notfalls auch an den Agenturen, auf den Schutz und den Wert einer Marke hinzuweisen. Denn im Zusammenhang mit der Markenkreation – Identität – Logo – etc. sollte auch dieses Thema auf den Tisch kommen. Nicht im Detail, aber zumindest, dass man bestimmte Themen schützen / beachten und man sich ggf. an einen Anwalt hierfür wenden sollte.

    Ich denke, die größere Herausforderung und die Hauptproblematik ist eher, dass sich viele Unternehmen (nicht nur die kleinen) über Ihr USP, Ihre Marke, die Strategie und Zielgruppen keine tieferen Gedanken gemacht haben. Ich denke, da muss man als Erstes ansetzen, um erfolgreich zu sein 🙂

  • Irene Kirchhoff
    Antworten

    Hallo Sabine,

    die Fragen, die ich beantwortet haben waren:
    Wie schützt Ihr Eure Marke?
    Welche Fehler habt Ihr schon gemacht.

    USP, Zielgruppen, Strategien zur Marktpositionierung, Kundengewinnung und -bindung etc sind eine ganz andere Baustelle.
    Ich gebe Ihnen absolut Recht, viele kleine Händler machen sich darüber keine oder zu wenig Gedanken. Auch werden Mitarbeiter nicht ins Boot geholt. Nicht schlau, denn die sind ja die Botschafter eines Unternehmens. Es wird zu wenig in die Mitarbeiter investiert und es herrscht oft auch keine wertschätzende Atmosphäre. Das führt natürlich zu einer Fluktuation, die gerade in beratungsintensiven Bereichen nicht geschätzt wird.
    Ich halte Impulsvorträge zu diesen Themen und stelle fest: Genau jene, die sich darüber zu wenig Gedanken machen, sind genau jene, welche die Vorträge nicht besuchen 🙂
    Es ist ein endloses Thema, zu dem man viel schreiben kann.

  • Sabine Dieterle
    Antworten

    Hallo Irene,

    mein Kommentar hat sich vor allem auf deine letzte Anmerkung („Mein Fazit: den Unternehmen muss ersteinmal der Nutzen des Markenschutzes bewusst gemacht werden.“) in deinem ersten Kommentar bezogen. Ich denke, man muss erstmal an den USP, den Zielgruppen etc. anfangen, damit einem Unternehmen wirklich das Bewusstsein für den Wert einer Marke und das Schützenswerte dieser Marke bewusst wird 🙂
    Ich gebe dir aber Recht: Es ist ein endloses Thema, das sehr vielschichtig ist. Da ist die Überzeugungsarbeit häufig sehr mühsam, aber es lohnt sich dennoch. (Steter Tropfen…)

    Viele Grüße
    Sabine

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